
Wer liebt es nicht, auf einem dichten, kräftig grünen Rasen zu faulenzen, zu spielen, oder mit den Kindern auf die Suche nach Marienkäfern zu gehen?
Wenn Du wissen möchtest, wie auch dein Rasen eine Oase der Erholung werden kann, lies weiter!
Schau Dir zuerst deinen Boden an!
Ein guter Boden ist das „A und O“ für einen schönen Rasen. Je nach Bodenbeschaffenheit kommen verschiedene Rasensorten in Frage. Vielleicht mußt Du auch hier und da am Boden etwas nachbessern.
- Bodenstruktur:
- Der Boden sollte gut durchlüftet und locker sein, um Wurzelwachstum zu fördern.
- Eine Mischung aus Sand, Lehm und Humus sorgt für eine optimale Struktur.
- Boden pH-Wert:
- Der pH-Wert sollte idealerweise zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Ein Test kann helfen, den pH-Wert zu bestimmen.
- Bei Bedarf kann Kalk zur Erhöhung des pH-Werts oder Schwefel zur Senkung verwendet werden.
- Nährstoffgehalt:
- Der Boden sollte reich an Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sein.
- Regelmäßige Düngung mit organischen oder mineralischen Düngemitteln kann helfen, den Nährstoffgehalt zu optimieren.
- Wasserhaltefähigkeit:
- Der Boden sollte in der Lage sein, Wasser gut zu speichern, ohne dass Staunässe entsteht.
- Eine gute Drainage ist wichtig, um Wurzelfäule zu vermeiden.
- Mikroorganismen:
- Ein gesunder Boden enthält nützliche Mikroorganismen, die zur Zersetzung von organischem Material beitragen und die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen.
Nun geht es an die Auswahl des passenden Rasens
Nachdem Du nun weißt, wie es deinem Boden geht und welche Beschaffenheit er hat, kann es auch schon an die Auswahl der Rasesorte gehen, die sich bei dir am wohlsten fühlt. Hier eine kleine Übersicht. Natürlich gibt es noch viele Sorten mehr.
- Schattensorten:
- Fester Rasen (Festuca rubra): Ideal für schattige Bereiche und lehmige Böden.
- Schattensaat (Poa trivialis): Eignet sich gut für schattige, feuchte Böden.
- Sonnensorten:
- Englischer Rasen (Lolium perenne): Perfekt für sonnige, gut durchlässige Böden.
- Bermudagras (Cynodon dactylon): Ideal für sandige, sonnige Flächen, besonders in warmen Klimazonen.
- Robuste Sorten:
- Kriechender Rotschwingel (Festuca rubra subsp. rubra): Eignet sich für verschiedene Bodenarten, besonders für lehmige und feuchte Böden.
- Wiesenrispe (Poa pratensis): Gut für nährstoffreiche, gut durchlässige Böden und kann sowohl in Sonne als auch im Halbschatten gedeihen.
- Trockenheitsresistente Sorten:
- Zoysia-Gras (Zoysia japonica): Ideal für trockene, sandige Böden und sonnige Standorte.
- Fester Rasen (Festuca arundinacea): Eignet sich gut für trockene, nährstoffarme Böden.
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Lasse dich zum Thema Saatgut auf jeden Fall ausführlich beraten. Im Idealfall mit den Ergebnissen des Bodentests in der Tasche. Das bewahrt dich vor großen Enttäuschungen!

Die nächsten Schritte zu deinem Traumrasen
Du hast dich beraten lassen, welcher Rasen für deine Bedingungen und Ansprüche in Frage kommt, das Saatgut ist gekauft. Nun ist es an der Zeit, die Fläche vorzubereiten und mit großen Schritten dem Traumrasen näher zu kommen!
- Boden vorbereiten:
- Entferne Unkraut, Steine und alte Pflanzenreste.
- Lockere den Boden mit einer Gartenfräse oder einer Grabegabel auf.
- Boden verbessern:
- Füge organischen Kompost oder spezielle Rasenerde hinzu, um die Bodenqualität zu verbessern.
- Boden ebnen:
- Nivelliere die Fläche mit einer Harke, um eine gleichmäßige Oberfläche zu schaffen.
- Düngen:
- Verwende einen speziellen Rasendünger, um die Nährstoffversorgung zu sichern.
- Saatgut ausbringen:
- Streue die Rasensamen gleichmäßig über die Fläche, entweder per Hand oder mit einem Streuwagen.
- Einarbeiten:
- Leicht mit einer Harke in den Boden einarbeiten, um den Samen guten Kontakt mit der Erde zu geben.
- Bewässern:
- Die Fläche gründlich bewässern, um die Keimung zu fördern. Halte den Boden während der Keimzeit feucht.
- Erste Pflege:
- Nach dem Auflaufen des Rasens regelmäßig mähen (nicht mehr als ein Drittel der Höhe auf einmal) und weiterhin bewässern.
- Düngen nach dem Anwachsen:
- Nach etwa 4-6 Wochen erneut düngen, um das Wachstum zu unterstützen.
Herzlichen Glückwunsch! Du hast nun alle Schritte kennengelernt, um erfolgreich einen Rasen anzulegen. Mit der richtigen Vorbereitung, der Auswahl der passenden Rasensorte und der sorgfältigen Pflege wirst du bald einen üppigen, grünen Teppich in deinem Garten genießen können. Denke daran, Geduld zu haben, denn ein schöner Rasen braucht Zeit, um zu wachsen und sich zu entwickeln. Halte dich an die Pflegehinweise, und dein Rasen wird dir viele Jahre Freude bereiten. Viel Erfolg bei deinem Projekt!





